Montag, 16. Februar 2015

Faschingspredigt 2015

Ihr Schwestern und Brüder, mir sei´s nicht genommen,
bin heute als Apostel zu euch gekommen.
Voll Freude im Herzen, mit einem Lächeln auf dem Mund –
tu ich euch die frohe Botschaft kund.
E bissi fühl´ich mich wie Eli aus dem Buch Samuel Eins,
Wunder gibt´s wenig, ein Wort von oben oft keins.
Drum kann ich den Auftrag von Jesus nicht richtig versteh´n,
der Geheilte soll still und leise wieder gehn´n?!
Warum darf er´s nicht den Menschen verkünden,
damit die dann den Messias finden?
Alles so kryptisch und geheim;
darf man das Wunder nicht in die Menge schrei´n?
Und wenn ich jemandem verbiete, es weiter zu sagen,
wird er es nicht erst Recht in Welt hinaus tragen?
Ein Wunderwutzi ist Jesus nicht,
der uns das Blaue vom Himmel verspricht.
Codex Egberti, Fol 21v, zwischen 980 und 993 n.Chr., Heilung des Aussätzigen. Bildtexte: APOSTOLI, IHC XRC, LEPROSUS.

Sein Mitleid treibt ihn zu edlen Taten;
und der Aussätzige muss auch nicht lange warten.
Aber denkt Er nicht auch an unsre Gebrechen?
Oder tut sich damit unser Unglaube rächen?
Könnt ich als Pater auch Wunder tun,
wenn mein Herz würde näher bei Jesu Herz ruh´n?
Warum das Leid in dieser Welt,
da ist doch Jesus, unser Held?
Doch würde ER unser Leid wegkehren,
könnte sich dann das Gute ins Uns vermehren?
Dass wir in schwieriger Lebenslage,
nicht nur seh´n die traurige Plage.
Der Sturm, er wird schon bald beginnen
und uns ganz schön ins Wanken bringen.
Voll Vertrauen auf den Herrgott schauen,
an Seinem Reich durch gute Werke bauen.
Der Glaube setzt nun mal Freiheit voraus.
Jetzt sprech´ ich mein „Amen“ – Die Predigt ist aus.

Link:
Texte des 6. Sonntags im Jahreskreis B

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